Judo - SV Altencelle

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Judo

Abteilungen

                                                                                                      


  • Die Abteilung hat drei Trainingsgruppen für Jugendliche, gestaffelt nach Alter.                                                                                                           


  • Training ist jeweils Freitags in der Sporthalle in Altencelle.                                                                                             


  • Eine Sportart, die sich großer Beliebtheit erfreut.                                                

                                                                                                                                                   Qualitätssiegel des Deutschen Judo-Verbandes

     


Judo als Persönlichkeitsentwicklung:


Beim SV Altencelle haben Sabine und Claus Clausnitzer eine etwas andere Kinder-Trainingsgruppe. Die Teilnehmer bringen soziale, mentale oder körperliche Handikaps mit und lernen über das Judo Regeln und Disziplin.
Judo gilt nicht nur als ein Weg zur Leibesertüchtigung. Die Sportart soll darüber hinaus durch gegenseitiges Helfen und Verstehen auch zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen. Geschult wird also nicht nur der Körper sondern auch der Geist. Diese Philosophie erhält beim SV Altencelle zwar keine ganz neue, aber dennoch eine sehr eigene und besondere Bedeutung. Beim SVA hat sich eine Kinder-Judogruppe gebildet, deren Mitglieder unterschiedliche soziale, mentale oder körperliche Handicaps mitbringen. Hier leistet das Trainerehepaar Sabine und Claus Clausnitzer durch ein angepasstes Training einen Beitrag zur Förderung von Kindern, deren Leben in irgend einer Weise problembehaftet ist.
Kurz nach 15 Uhr am Freitag Nachmittag: Gut 20 Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren toben ausgelassen durch die Altenceller Sporthalle, bevor das wöchentliche Judotraining beginnt. Nach dem Begrüßungsritual, bei dem alle Teilnehmer im Kreis sitzend mucksmäuschenstill sind, werden ein paar Aufwärmspiele durchgeführt. Für den neutralen Beobachter erscheint das alles „ganz normal“. Doch dem ist nicht ganz so.

„Etwa 60 Prozent der Kinder sind auf irgend eine Weise auffällig“, erklärt SVA-Trainer Claus Clausnitzer, der als Übungsleiter B mit Profil allgemeine Gesundheitsvorsorge für Kinder und Jugendliche zusammen mit seiner Frau Sabine die Gruppe seit einem Jahr trainiert. „Das war nicht geplant, es hat sich einfach so ergeben“, erklärt Clausnitzer. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder anderen Verhaltensstörungen. Weiterhin sind vier Kinder dabei, die aus einer sozialpädagogischen Lebensgemeinschaft kommen. Viele Kinder sind in ihrem sozialen Umfeld bisher ganz ohne Regeln und Disziplin aufgewachsen.

„Beim Judosport ist genau festgelegt, was ich darf und was nicht. Die Kinder lernen, dass ohne Regeln das Leben nicht funktioniert“, sagt Clausnitzer. Aber das ist bei weitem nicht alles. Denn Judo schult auch die Geduld. Nicht alles ist einfach, Handgriffe und Techniken müssen vielfach geübt werden. „Viele Kinder hatten anfangs Angst davor, sich anfassen und umschubsen zu lassen“, erklärt die ausgebildete Erzieherin Sabine Clausnitzer. Mittlerweile sind Lern- und Trainingserfolge in Sachen Körpergefühl und Einfühlungsvermögen aber unverkennbar. Selbst ein Kind mit angeborener Muskelschwäche hat Fortschritte gemacht. Die „gemischte“ Gruppe funktioniert, die Kinder haben ihr soziales Verhalten deutlich verbessert. „Das regelmäßige Training gibt dem Leben der Kinder Struktur und das tut Ihnen gut“, sagt die Mutter eines "Judo-Kindes".

Ganz wichtig ist es, den Kindern Erfolgserlebnisse zu vermitteln. Der Judodress und der dazugehörige Gürtel werden voller Stolz getragen. Ehrgeizig wird dafür geübt, über Prüfungen den nächsthöheren Gürtel zu erreichen.

Die Kinder powern sich aus, der Spaß kommt dabei nicht zu kurz. Trainer Clausnitzer tröstet ein kleines Mädchen, das sich bei einem Zusammenprall weh getan hat. Trainerin Sabine Clausnitzer versteht es immer, sich zwischen den unterschiedlichen Übungen Gehör für ihre Anweisungen zu verschaffen. Dann wird es still, die Kinder haben in Sachen Disziplin schon viel gelernt.

Das Training ist zu Ende. Da stürmt das kleine Mädchen heran, das vorher noch getröstet werden musste. „Tschüss“, sagt es, schlingt beide Arme kurz um den Übungsleiter und ist Augenblicke später nach draußen verschwunden.

Ansprechpartner:

Abteilungsleiter

Claus Clausnitzer

29227 Celle

Heidkamp 13

Tel.: 05141-882578


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